Giorgos

An einem verregneten Morgen besuchen wir Giorgos. Der Besitzer der Ȍlmühle, in der wir bevorzugterweise “unser Olivenöl” pressen lassen, wies uns auf ihn hin. Schon bei unserer jiorgos ersten Begegnung stellten wir fest, dass uns mit Giorgos viel verband: eine ähnliche Sicht auf das Leben und die Welt, die Liebe zur Natur und ein ehrlicher Umgang mit sich selbst und  anderen. Schnell wurde uns klar, dass eine gute Zusammenarbeit zwischen uns entstehen kann.

An diesem verregneten Morgen sitzen wir nun auf der Terasse des kleinen Steinhauses,  das Giorgos sein eigen nennt, und trinken einen griechischen Kaffee zusammen. Der Weg zu ihm und seinen Feldern führte von der zentralen Straβe ab – über holprige, verschlungene Wege mitten in die Berge. Vereinzelt fuhren wir an kleinen Steinhäusern vorbei.

In einem solchen wohnt Giorgos inmitten seines groβen Olivenhains. Im Gespräch erfahren wir, dass er auch ein kleine Wohnung in Galata, dem nächstgelegenen Dorf, besitzt, aber am wohlsten fühlt er sich eigentlich hier, umgeben von solivenfeldeinen Bäumen, in der Natur, der Stille und Einsamkeit. Die Fläche von 50 Stremata (5 Hektar) hatte einst sein Groβvater gekauft und dort die Olivenbäume angepflanzt, die Giorgos bis heute bewirtschaftet. Er selbst hat dann im Lauf der Jahre noch weitere Bäume dazugepflanzt. Als  er 18 Jahre alt war, überschrieb sein Vater ihm die Felder. Er, hier in den Bergen geboren und aufgewachsen, hatte bereits von klein auf bei der Pflege der Bäume und bei der Olivenernte mitgeholfen.

Giorgos bezeichnet sich selbst als Einzelgänger. Am liebsten sei er hier in den Bergen und arbeite alleine für sich in der Natur. Da er von seinen Olivenfeldern aber nicht ausschlieβlich leben könne, pflaolivenbaeumenze er im Frühjahr und Sommer auch Blumen an, die er zum Verkauf anbietet. Zudem sei er in den Sommermonaten seit Jahren als Feuerwehrmann in der Region tätig. Auβerdem habe er oberhalb seiner Felder in Eigenregie im Lauf der Jahre zwei Häuser gebaut, die er zum Verkauf anbietet.

Er betont, dass  er nach Möglichkeit nur das tut, was er liebt. Und seine Bäume, deren Pflege liebe er. Deshalb behandle er sie mit Achtsamkeit und ohne chemische Mittel.

Und so, wie ich ihn inmitten seiner Bäume beobachte, erscheint er mir wie einer von ihnen – verwurzelt, zäh, stark, geerdet.

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